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Verein

Entstehungsgeschichte des Vereins „Multikulturelles Netzwerk“


Im Jahr 1993 wurde mit einem Parkbetreuungsprojekt im siebten Wiener Gemeindebezirk gestartet. Aufgrund des Bedarfs wurde deutlich, dass es notwendig war im Rahmen des Projekts „Parkbetreuung“ nicht nur freizeitpädagogisch zu agieren, sondern auch sozial zu intervenieren, um die Jugendlichen bei ihrer Problemlösungsfindung zu unterstützen. Somit haben wir begonnen vor Ort – dort, wo sich die Jugendlichen aufhalten – sowohl sozialarbeiterischen als auch freizeitpädagogischen Tätigkeiten nachzugehen. Als freizeitpädagogische Maßnahme setzten wir zum Beispiel die Organisation von Fußballturnieren. Dadurch ist es uns gelungen intensive Beziehungen zu den Jugendlichen aufzubauen und Vertrauen herzustellen, was die Basis für die weitere Arbeit war. Weitere Projekte wurden von den Jugendlichen partizipativ mitgestaltet, u. a. sogar die Lernhilfe.


Ursprünglich war die Parkbetreuung im Jahr 1993 nur für 2 Monate vorgesehen. Durch die Erfolge, die wir erzielt haben, hat der damalige Bezirksvorsteher, Herr Tamchina, das Projekt bis Oktober 1993 verlängert. Im ersten Jahr waren nur zwei MitarbeiterInnen beschäftigt, die im Josef-Strauß- sowie im Karl-Farkas-Park tätig waren. Im Jahr 1994 waren bereits 8 freie DienstnehmerInnen in vier Parkanlagen von April bis Ende Oktober 1994 tätig. In den darauf folgenden Jahren haben wir Turniere mit der Exekutive – „Sicherheit durch Begegnung“ – veranstaltet, um Hemmschwellen und Vorurteile zwischen Jugendlichen und der Exekutive abzubauen. Das haben wir bis zum Jahr 2003 regelmäßig veranstaltet.

Der Verein Multikulturelles Netzwerk wurde im Jahr 1995 gegründet, mit den Ziel der Förderung von Kindern und Jugendlichen durch sozialarbeiterische Beratung und Begleitung.
1998 konnte die MitarbeiterInnenzahl bereits auf 5 Personen aufgestockt werden und gleichzeitig wurden auch Räumlichkeiten adaptiert.



Damals wurden wir sowohl von der MA 13, dem Bezirk als auch vom Wiener Integration Fonds subventioniert. Von Anfang an haben sich die Ziele des Vereines nach den Interessen der Jugendlichen orientiert und wir haben versucht, dass die Jugendlichen parzipativ an unseren Aktionen teilnehmen. Natürlich haben sich die Interessen der Jugendlichen im Laufe der Zeit verändert, so dass auch unsere Arbeit sich stets an diese angepasst hat.


Von 1998 bis 2000 haben sich auf 30 m² täglich ca. 30 Jugendliche getroffen. Dies hat die Durchführung unserer Tätigkeit erschwert, weshalb wir in Folge auch die nebenan liegenden Räume adaptieren konnten. Im selben Jahr entwickelten Jugendliche die Idee des cult-cafés als gezieltes Raumangebot für Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren.


Dankenswerterweise hat uns die Bezirksvorstehung Neubau im Jahr 2002 ermöglicht, das Konzept zu realisieren.
2005 wurde schlussendlich der Kaffeehausbetrieb feierlich eröffnet. Hierbei können Jugendliche die Angebote zum Selbstkostenpreis konsumieren und werden gleichzeitig von Sozial- und JugendarbeiterInnen bei Bedarf betreut. Es muss betont werden, dass es ohne die Subvention und die Unterstützung der BV 7 nicht möglich gewesen wäre das Projekt cult.café zu realiseren.
Es entstanden auch immer wieder Projekte – wie z.B.: Tanzen, Trommeln, Musikproduktion, etc. -, die vom Kulturamt der Stadt Wien subventioniert wurden.


Heute hat der Verein 35 MitarbeiterInnen, ein Teil davon ist vollbeschäftigt, der Rest besteht auch Teilzeitkräften, freien DienstnehmerInnen, Honorarkräften und drei Zivildienern.
2006 wurde eine Angestellte für die Büroleitung übernommen, weil der administrative Aufwand gewachsen ist.

Seit zwei Jahren werden von uns kleine EU-Projekte mit mehreren Partner_Innen aus

anderen EU-Staaten, durchgeführt, da es die neue Strategie des Vereines ist sich auch in Richtung EU-Projekten zu orientieren.