Gewaltprävention

Gewaltprävention MKN
Neustiftgasse 89 • 1070 Wien
Tel.: +43/676/5704639
E-Mail: c.dworzak-jungherr@mk-n.org

Gewaltprävention

Präventivmaßnahmen sind dazu da, Gewalt zu verhindern, bevor sie entsteht. Je früher damit begonnen wird, desto besser!

Der neue Fachbereich des Vereins „Multikulturelles Netzwerk“ greift zwei verschiedene Ansätze auf die sich in den Angeboten wiederspiegeln.

Zum einen arbeiten wir direkt mit den Teenies, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Rahmen unserer täglichen Angebote an Empathie-Entwicklung und Stärkung der sozial-Kompetenzen um gewalttätiges Verhalten zu minimieren, andererseits auch in spezifisch entwickelten Trainings (KRT) im Auftrag der Stadt Wien Kinder- und Jugendhilfe.

Zum anderen begegnet uns Gewalt immer wieder in vielen verschiedenen Formen und Gestalten im alltäglichen Leben. Oft fällt es uns schwer richtig zu reagieren, gefährliche Situationen im Vorfeld zu erkennen oder es fehlen uns geeignete Strategien Muster von Gewalt zu durchbrechen. Man wünscht sich, dass die Situation gar nicht erst entstanden wäre oder das man schnell und unbeschadet wieder herauskommt.

Wir vom Verein „Multikulturelles Netzwerk“ bieten hierbei Unterstützung durch ein breites Spektrum an Schulungen, Workshops und Trainings für Berufsgruppen, die in ihrem Berufsalltag mit Gewalt konfrontiert sind. Des Weiteren haben wir auch eine Vielzahl von Angeboten für Kinder und Jugendliche, Schulklassen und Jugendgruppen.

Prinzipiell haben wir es uns zur Regel gemacht, jede Schulung, jeden Workshop und jedes Training auf die Zielgruppe und deren Problemlage speziell abzustimmen.

Die Gewaltprävention ist ein so umfangreiches Feld, so dass wir nach Vorgesprächen immer ein individuelles Angebot anfertigen, da wir der Meinung sind, in dieser Form am besten unterstützen zu können.

 

Unser Angebot:

1. konfrontatives Ressourcentraining (KRT)

Hauptaugenmerk des Konfrontativen-Ressourcen-Trainings liegt, wie schon der Name sagt, auf der Entwicklung sozialer und persönlicher Ressourcen. Wir zielen auf die Stärkung der Kritikfähigkeit, fördern somit die soziale Kompetenz Problemsituationen zu verstehen, auszuhalten und zu bewerten. Den Teilnehmer*innen sollen ihre eigenen problematischen Verhaltensmuster bewusst gemacht werden, alternative Verhaltensweisen sollen entwickelt und trainiert werden. Außerdem sollen Rücksichtnahme und Toleranz, durch Akzeptanz der Stärken und Schwächen aller Gruppenmitglieder eingeübt werden.

Zielgruppe:

  • Schüler und Schülerinnen
  • Fremduntergebrachte Kinder/Jugendliche

Im Alter von 11 bis 18 Jahren, bei Reifeverzögerung auch bis 19 Jahren mit folgenden Problemlagen:

  • offensichtliche soziale Defizite
  • bereits straffällig geworden
  • mit Verhaltensauffälligkeiten wie beispielsweise hohem Aggressivitätspotential, geringer Sozialkompetenz, u.a.m.

Ziele:

  • Entwicklung alternativer Konfliktlösungsstrategien
  • Verringerung der Erregbarkeit, bez. Stärkung der Aggressivitätshemmung
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Betroffenheit bezüglich eigener Gewalttaten herstellen
  • Neutralisierungstechniken sollen aufgelöst werden
  • Wertevermittlung
  • Drogenprävention

Zulassungskriterien: Die TeilnehmerInnen dürfen keine ausgeprägte Suchtproblematik haben und müssen dem Training kognitiv und sprachlich folgen können.

Dauer: Der Zeitliche Rahmen umfasst, bei einer maximalen Teilnehmer*innen-Anzahl von acht Teilnehmer*innen, zirka 70 Stunden. Inkludiert sind ein erlebnispädagogisches Wochenende und ein „Boxtag“. Die Trainings finden wöchentlich und in geschlechtshomogenen, geschlossenen Gruppen statt.

2. Antigewalt-Training (AGT)

Das Anti-Gewalt-Training ist ein deliktspezifisches Programm, welches sich unter anderem auch zur zwangsweisen (Gerichtlich angeordneten) Behandlung von Wiederholungstäter*innen eignet. Es gründet sich auf aggressions- und kriminaltheoretischen Erkenntnissen, sowie lerntheoretischen-kognitiven Grundannahmen. Durch einen konfrontativen und grenzziehenden Ansatz, basierend auf dem Prinzip der Achtung und Wertschätzung, können „erlernte“ Gewaltmuster wieder „verlernt“ werden. Jugendliche und junge Erwachsene, die durch gängige Formen der Jugendarbeit, Sozialarbeit und Sozialpädagogik nicht mehr methodisch erreicht werden, sollen zur Erkenntnis gelangen, dass sie mit Friedfertigkeiten im Leben mehr erreichen als mit Gewalt.

Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis 25 Jahren, die aggressive Verhaltensweisen zeigen, kein bis wenig Unrechtsbewusstsein haben, gewaltbereit sind, dissoziales Verhalten an den Tag legen und mehrfach Gewalttaten zur Problemlösung begangen haben.

Ziele: Gewaltprävention, Deliktbearbeitung, Wertevermittlung

  • Kompetenzerwerb von gewaltfreien Handlungsformen
  • Auseinandersetzung mit konflikthaften Situationen, wie das Erkennen der Auslöser für Aggression/Aggressivität
  • Konfrontation mit der eigenen Tat und deren Tatfolgen
  • Opferperspektiven einnehmen erlernen, um Betroffenheit und Mitgefühl zu erfahren, zu erlernen
  • Grenzen der Selbstkontrolle (mit Hilfe von z.B. Provokationstests) auszuloten, wie das Erlernen gewaltfreier Reaktionsformen
  • Die Sinnlosigkeit der Klischees von „Männlichkeit“/ “Weiblichkeit“ erkennen und im Weiteren aufzulösen
  • Das Kennen lernen und Abbauen von Neutralisierungstechniken (Rechtfertigungsstrategien)
  • Entwicklung eigener Lebensperspektiven

Zulassungskriterien: Voraussetzung ist, dass die TeilnehmerInnen dem Training sprachlich und kognitiv folgen können.

Ausschlusskriterien: Für Personen mit Suizidgefährdung, Grenzfälle zur Kinder- und Jugendpsychiatrie, sowie Suchtmittelabhängige ist das Trainingsprogramm nicht geeignet.

Dauer: Der zeitliche Rahmen umfasst bei einer Gruppengröße von mindestens sechs und maximal acht TeilnehmerInnen 120 Stunden, wöchentliche Treffen in einem Zeitraum von ca. drei Monaten. Inkludiert sind ein erlebnispädagogisches Wochenende sowie ein „Boxtag“.

Die Gruppen sind geschlechtsspezifisch und während eines Trainings geschlossen.

3. Workshops/Seminare

Ein Wort, ein Blick, eine Geste, - eines führt zum anderen bevor Jugendliche und junge Erwachsene bemerken was überhaupt los ist – schon sind sie mitten in einer Konfliktsituation. Sei es in der Schule, im Park, an U-Bahn-Stationen oder am Abend beim Fortgehen – Gewalt spielt dabei häufig eine Rolle.  

Wir bieten in Workshops und Seminaren Teenies, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeiten ihre Persönlichkeit, ihre Rollenvorstellungen, wie auch ihren Umgang mit Gewalt zu reflektieren und zu verändern. Des Weiteren umfasst unser Angebot die große Spanne vom frühzeitigem Erkennen und Reagieren auf Konfliktsituationen, bis hin zum tatsächlichen Eingreifen bei körperlichen Auseinandersetzungen in Theorie und Praxis.

Zielgruppen (alle im Alter von 11 bis 25 Jahre):

  • Schüler und Schülerinnen
  • Jugendgruppen
  • Cliquen
  • MultiplikatorInnen

Themen der Workshops, Seminare:

  • Eigene Rollenvorstellungen und Rollenbilder hinterfragen
  • Wo fängt Gewalt an?
  • Kennenlernen der eigenen Grenzen, Grenzen der anderen erkennen und respektieren lernen
  • Eigene Grenzen setzen können
  • Selbstwertsteigerung
  • Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung in Konfliktsituationen
  • Wie kann man Konflikte im Vorfeld erkennen, ihnen aus dem Weg gehen?
  • Vorurteile – wie lösen Vorurteile Konflikte aus?
  • Körpersprache
  • Eigenes Verhalten und Handeln vor und in Konfliktsituationen erkennen und hinterfragen
  • Gemeinsames Entwickeln von Konfliktlösungsstrategien und diese praktisch üben
  • Interventionsmöglichkeiten bei Konflikten

Dauer:

  • Workshop: ab 3 Stunden
  • Seminare: ab 4 Stunden (auch 1-tägig und 2-tägig möglich)

*Kosten auf Anfrage

Die Dauer und der Inhalt werden von uns in gemeinsamer Absprache mit dem/der Auftraggeber*in individuell gestaltet.

Zentrale

Verein „Multikulturelles Netzwerk”
Neustiftgasse 78 • 1070 Wien
Telefon: +43/1/524 88 73
Fax: +43/1/524 88 73-13
E-Mail: office@mk-n.org

Cult.cafe

Neustiftgasse 91
1070 Wien
Telefon: +43/676/399 00 47
E-Mail: cult.cafe@mk-n.org

Cult.mobil

Neustiftgasse 89
1070 Wien
Mobil 1: +43/676/399 00 50
Mobil 2: +43/699/159 900 44
E-Mail: cult.mobil@mk-n.org

Cult.kids

Neustiftgasse 78 G01
1070 Wien
Telefon: +43/1/524 88 73-16 DW
E-Mail: cult.kids@mk-n.org

© 2017-2021 Verein Multikulturelles Netzwerk